Warum erstellt das BMBF eine Studie über Wertvorstellungen der Zukunft mit Bonussystem?

Warum erstellt das BMBF eine Studie über Wertvorstellungen der Zukunft mit Bonussystem?

Zukunft
BMBF:

ZUKUNFT VON
WERTVORSTELLUNGEN
DER MENSCHEN
IN UNSEREM LAND

 
 
 
Deutschland im Jahr 2030
In der Einleitung zur Begründung für die Studie steht:
“Die Ergebnisse der vorliegenden Studie stellen keine Prognosen oder finalen Antworten auf die StudienLeitfragen dar. Vielmehr zielen sie darauf ab, im Sinne der Strategischen Vorausschau, ein breites Spektrum
an möglichen Zukünften und Entwicklungspfaden aufzuzeichnen – und dabei auch zu einem Diskurs über
die Zukunft anzuregen. Somit sollen die Ergebnisse u.a. einen Interpretationsrahmen für weitere Studien
und Befunde, d.h. für die Einordnung von z.B. Trends und gesellschaftspolitischen Zusammenhängen, im
dreijährigen Vorausschau-Prozess bieten.”

Was erwartet uns in den 2030er-Jahren?

Ab Seite 33 der Studienkurzfassung wird das chinesische Bonussystem als mögliches Szenario diskutiert, und auf Seite 35 die prägnantesten Veränderungen in der Wertelandschaft im Szenario „Das Bonus-System“ beschrieben.
 
legal 1st Kommentar:
Man kann und sollte sich die Frage nach dem Sinn dieser Studie mit den verschiedenen Szenarien stellen. Ist es die Aufgabe des BMBF einen derartigen Diskussionsleitfaden zu beauftragen und zu  publizieren?
Noch irritierender wird es, wenn man auf Seite 35 die beschriebenen Veränderungen der Gesellschaft und ihrer Werte durch ein  Bonussystem liest. Die Ergebnisse scheinen so positiv zu sein, daß wir das chinesische Modell eigentlich sofort einführen müßten.
Spätenstens an dieser Stelle offenbart sich die Fragwürdigkeit der Studie, aber auch das Unverständnis über ein beauftragendes Bundesministerium, daß staatlich gesteuerte Menschen im Rahmen einer Totalüberwachung ohne Privatshäre für ein diskussionswürdiges Szenario hält, anstatt die Unvereinbarkeit mit dem Grundgesetz sofort festzustellen. Staatliche Macht anstelle von freier Meinungsbildung aufgrund echter Informationsvielfalt zur Gewährleistung freier Verhaltensweisen, nimmt Menschen auf dem Weg zu Umweltschutz bis hin zu Solidarität nicht mit.
Die Sucht der Politik, alles mitbestimmen oder regulieren zu wollen, macht jeden Tag von Neuem offenkundig – und nicht erst seit Corona, daß dieser freiheitsfeindliche Anspruch an der Komplexität der tatsächlichen Lebenswirklichkeit und -vielfalt scheitert.
 

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